Havanna verfügt über drei Flughäfen: Ciudad Libertad, Playa Baracoa und José Martí. Nur der letzte liegt direkt in Havanna und wird von internationalen Fluggesellschaften angeflogen. Die beiden anderen können nur von kleinen Chartermaschinen angeflogen werden, außerdem liegen sie etwas außerhalb der Stadt.
Der Flughafen liegt etwa 20 Minuten Fahrtzeit vom Zentrum entfernt, direkt am Stadtrand Havannas. Es gibt vier Terminals, zwei werden nur für Inlandsflüge genutzt, eines bedient die Chartermaschinen aus Miami. Nr. 3, das modernste Terminal des Flughafens ist der Dreh- und Angelpunkt für den internationalen Flugverkehr. Da die Terminals alle etwa drei Kilometer auseinander liegen, sollte man wissen, von welchem man abfliegt, um Verspätungen und Verirrungen zu vermeiden.
Um vom Flughafen aus in die Stadt zu kommen gibt es zwei Möglichkeiten: Mit dem Taxi oder mit dem Bus. Am Flughafen stehen immer Taxen, mit denen man schnell in die Stadt kommt. Spricht man im Flieger schon Mitreisende an, kann man sich die Kosten sogar teilen. Der Preis ist meistens Verhandlungssache, man sollte auf jeden fall vor Fahrtbeginn einen Betrag mit dem Fahrer ausmachen. Fährt man alleine, dürfte der Preis bei etwa 60 – 80 Peso CUC liegen. Transferbusse stehen ebenfalls am Terminal, die Fahrt damit kostet weitaus weniger als mit dem Taxi. Auch hier kann man mit ein bisschen geschickt mit dem Fahrer handeln, einzukalkulieren sind in etwa 20 – 25 Peso CUC. Diese Busse fahren allerdings nur die Hotels an, also muss man schon genau wissen, wo man aussteigen muss, um am besten zu seiner Unterkunft zu kommen.
Kein anderes Verkehrsmittel ist so prägend für die Stadt Havanna, wie die Oldtimer, die in den letzten Jahren zwar immer weniger werden, dennoch noch vorhanden sind. Mittlerweile werden einige von ihnen sogar als Taxis genutzt.
Auf Kuba gibt es große Unterschiede bei den Taxen, sowohl in ihrer Erscheinung, also auch im Preis. Die offiziellen Taxen werden von uniformierten Fahrern bedient, die dem gast die Tür aufhalten und das Reisegepäck tragen. Bei diesem Service ist es nicht verwunderlich, dass der Preis auch dementsprechend und im Vergleich recht hoch ist. Der Preis wird durch ein Taxameter ermittelt, ist abhängig von der Strecke und ist vergleichbar mit den Preisen in Deutschland. Immer öfter sieht man aber auch die Oldtimer-Taxen durch die Stadt fahren. Der Komfort in diesen Fahrzeugen ist nicht zu vergleichen mit dem der offiziellen Taxen, allerdings ist das Fahrgefühl ein vollkommen anderes. Viele Kubaner haben private Taxi-Lizenzen. Steigt man in eins dieser Autos, sollte man unbedingt vor Fahrtantritt den preis aushandeln, sonst könnte es zu Diskussionen am Ziel kommen. Eine weitere Möglichkeit sind die Collectivos, also Sammeltaxen. An markierten Abfahrtsplätzen können sich Gruppen zusammenfinden, die dann gemeinsam das Taxi nutzen. Hier sollte man aber umso mehr auf seine Wertsachen achten.
In nahezu allen Hotels gibt es Terminals der beiden staatlichen Mietwagenagenturen "Transtur" und "Havanatur". Außerdem gibt es am Terminal 3 des Flughafens Ableger aller Agenturen. Doch sollte man sich, wenn man europäische Straßenbedingungen und Verhaltensweisen im Straßenverkehr gewöhnt ist, vorsehen, wenn man auf eigene Faust Havanna und Kuba erkunden möchte. Die Straßenverhältnisse sind teilweise katastrophal, die Autos der einheimischen nicht immer komplett fahrtüchtig. Nachts sollte man generell das Fahren vermeiden, viele Autos werden ohne Licht gefahren, außerdem sind viele Fahrradfahrer und landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs, die ebenfalls in den seltensten Fällen beleuchtet sind.
Camionettas sind eine Art Kipplader, deren Ladefläche mit Sitzbänken ausstaffiert wurden. An bestimmten Haltestellen muss man warten, bis der Fahrer meint, dass sich die Zahl der Fahrgäste für eine Fahrt lohnt. Man steigt über eine Leite auf die Ladefläche und sitzt teilweise recht eng beieinander. Für die Einheimischen ist diese Form der Fortbewegung vollkommen normal, für die Europäer dürfte sie eine außergewöhnliche Erfahrung sein. Auch hier sollte man unbedingt auf seine Wertsachen achten!
Camellos sind umgebaute Tieflader, deren Mittelteil niedriger ist, als der Vorder- und Hinterteil. Diese beiden Enden sehen aus wie die Höcker eines Kamels, weshalb die Fahrzeuge auch so genannt werden: Kamelbusse. Die Busse sind in einer Zeit entstanden, als Kuba, bedingt durch den Zusammenbruch der Sowjetunion wirtschaftlich am Boden lag. Richtige Busse mussten für viel Geld importiert werden, weshalb man die LKW-Sattelauflieger umbaute, und sie für den Personentransport verwendete.
Das Bahnnetz ist auf Kuba nicht sonderlich ausgeprägt, doch verbindet die Eisenbahn die großen Städte der Insel. Das Streckennetz erstreckt sich über fast 4.300 Kilometer. Verspätungen gehören im Bahn-Fahrplan dazu, ein bis zwei Stunden sind relativ normal.