Kolumbus Sprachreisen bietet Sprachreisen nach Kuba für Erwachsene an.
Der Christoph-Columbus-Friedhof ist der drittgrößte Friedhof der Welt und gleichzeitig die größte Begräbnisstädte Amerikas. Zwar sind hier mehr arme Menschen als Reiche begraben, doch beanspruchen letztere 98% der Fläche. 53000 Mausoleen und Grabstätten sind auf dem Friedhof vorhanden, täglich finden hier knapp 50 Beerdigungen statt. Der Cementerio Cristóbal Colón wird nicht nur als ein Ort der Trauer und für Bestattungen genutzt, er gilt auch als Pilgerstätte für viele Kubaner und Sehenswürdigkeit für Touristen. Der erste Friedhof Havannas wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut, doch erreichte er mit über 300.000 Toten bald sein Maximum. Das Gebiet der heutigen Christoph-Columbus-Friedhofs wurde gekauft, der Grundstein 1871 gelegt.
Eigentlich war dieser Friedhof als eine Begräbnisstätte für die reiche Bevölkerung gedacht, eine Sklavin war aber die Erste, die hier drei Jahre vor der Grundsteinlegung beerdigt wurde. 1886, als der Friedhof vollendet war, wurde die zentrale Kapelle, die „Capilla Central“ eröffnet. Sie sollte eigentlich ab diesem Zeitpunkt die Gebeine von Christoph Columbus beherbergen. Tatsächlich wurden die sterblichen Überreste des Entdeckers der Insel 1795 aus Santo Domingo nach Kuba überführt – lagen hier allerdings in der San Christobal-Kathedrale, kamen dann 1898 wieder nach Sevilla. Auf dem Friedhof findet man viele prachtvolle Mausoleen der reichen Bevölkerung, sie wurden an den Hauptalleen begraben, wohingegen die ärmeren Menschen, Nicht-Christen und Epidemie-Opfer in den Randgebieten beerdigt wurden. Das Mausoleum der Feuerwehrleute ist das höchste Gebäude des Friedhofs. Hier liegen 28 Feuerwehrmänner begraben, die bei einem Grossbrand im Jahr 1890 in Havanna ihr Leben gelassen haben.
Eine außergewöhnliche Legende hat der Cementerio Cristóbal Colón zu bieten: La Milagrosa – die Wundersame. Dies ist das Grab der 23 Jahre alten Amelia Goyri de Hoz, die 1901 in Folge einer Totgeburt starb. Sie wurde mit dem toten Kind zu ihren Füßen beerdigt. Ihr Mann konnte den Tod Amelias nicht überwinden, besuchte das Grab täglich, klopfte mit seinem Ring, und verließ sie stets rückwärts gehend, um sie so lange wie möglich im Blick zu behalten. Das Grab wurde 13 Jahre später geöffnet, und man fand beide Körper ohne jegliche Verwesungsspuren. Außerdem lag der Kinderkörper nicht mehr an den Füßen der Mutter, sondern in ihrem linken Arm. Die unverwesten Körper sind nach katholischem Verständnis ein Zeichen der Heiligkeit. Pilger und Einwohner vollziehen das Ring-Ritual noch heute. Die Grabstätte ist leicht zu finden, sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Zentralkapelle und ist stets mit frischen Blumen geschmückt. Außerdem steht dahinter eine große Statue, die Amelia mit ihrem Kind im Arm darstellt.
Die Altstadt Havanna ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Hier scheint die Zeit stehen gebelieben zu sein, die Kulisse mit den schmiedeeisernen Balkonen und den prachtvollen Häuserfassaden erinnern an die Zeit als Kolonie unter der spanischen Krone. Zu dieser Zeit war Kuba der Tummelplatz für die Reichen der Karibik, Prunk und Lebensgefühl sind heute noch sichtbar. An jeder Ecke gibt es ein Café oder eine Bar, aus der karibische Rhythmen ertönen. Auf dem Kathedralenplatz steht die Cathedrale de La Habana, die 1748 von den Jesuiten erbaut wurde. Sie wird auch San Cristobal-Kathedrale genannt, da hier von 1795 bis 1898 die Gebeine von Christoph Columbus lagen. Der Kathedralenplatz ist gefüllt mit Geschäften, Bars und Restaurants - man kann hier dem bunten Treiben zusehen, und eine kleine Pause auf der Tour durch die Stadt machen. In der Nähe des Hafens befindet sich die Plaza de San Francisco de Asís, er wurde schon 1628 erschlossen und in den folgenden Jahrhunderten als Lager- und Marktplatz für die Ware aus dem Hafen genutzt. Heute steht auf dem Platz der Löwenbrunnen, der Fuente de los Leones, der 1836 gebaut wurde.
Gleich drei Denkmäler stehen auf dem Platz der Revolution: ein großer Obelisk, der zusammen mit einer Statue an den Freiheitskämpfer José Marti erinnert, sowie das überdimensionale Konterfei Ché Guevaras. Die Regierungsgebäude, die den riesigen Platz eingrenzen sind archetektonisch nicht wirklich ansprechend, doch sie die Maße des Areals beeindruckend. Diese Größe erklärt sich durch die Menschenmassen, die sich hier immer bei Fidel Castros Reden versammelt haben. Am ersten Mai kommen die Bewohner Kubas aus allen teilen der Insel, um hier mit Millionen von Landsleuten den Feiertag zu begehen.