Die kubanische Küche ist stark beeinflusst worden durch die jeweiligen Besatzer der Insel. Sie ist geprägt durch spanische, indianischen, afrikanische und asiatische Vorlieben und Essensgewohnheiten. Natürlich liegt das Hauptaugenmerk auf den Früchten und Gemüsesorten, die die Insel hervorbringt. Weitere typische Nahrungsmittel sind auch Rinder- und Schweinefleisch, Süßkartoffeln, Kochbananen, Kürbis, Maniok, Reis und Mais, Fisch und Meeresfrüchte. Schweinefleisch wird oft und gerne am Spieß zu bereitet, eine typisch kubanische Spezialität ist eine Kartoffel-Fleischsuppe, die sich "ajiaco" nennt. Sie wird aus Kartoffeln, viel Gemüse und Hühnerfleisch gemacht.
Desserts beinhalten oft süßen Mais, Zucker und Zimt, Getränke Stocksaft, Milch und Zuckerrohr. Das wohl berühmteste Getränk der Insel ist der Daiquiri, ein Cocktail aus weißem Rum, Zitrone, Zucker und Eis. Hemingway liebte dieses Getränk in einer besonders sauren Variante. Der zweite, weltweit berühmte Cocktail ist der Mojito. Er besteht aus frischer Minte, Zucker, Rum, Limette und Sodawasser. Der dritte Cocktail, der im Titel sogar den Herkunftsnamen trägt, ist der Cuba Libre. Er wird mit Cola, Limetten und Rum hergestellt. Die Kubaner selbst essen recht selten auswärts, wenn doch, dann in "paladares". Dies sind Lokale, die in der Regel nicht mehr als 5 Tische haben, und von einer Familie bewirtschaftet werden. In richtigen Restaurants gilt die "wait-to-be-seated" Regel, das heißt, man wartet am Empfang darauf, dass man von einem Ober einen Tisch zugewiesen bekommt. Der Schein, dass die italienische Küche auf Kuba Einzug gehalten hat trügt. Zwar gibt es etliche Pizzerien, die Pizzen und die Pasta haben allerdings recht wenig mit dem Original zu tun.
Diese beiden Bars gehören definitiv zum Pflichtprogramm eines Havanna-Aufenthaltes. Beide waren sie Stammlokale Ernest Hemingways, sein Spruch „My Mojito in La Bodeguita. My Daiquiri in El Floridita.“ hängt gerahmt in beiden Bars. Heute sind sie ein wenig touristisch geworden, bieten aber immer noch fabelhafte Cocktails und gutes Essen. Im La Bodeguita del Medio kann sich jeder Gast an den Wänden verewigen, im Floridita wird Hemingways ehemaliger Lieblingsplatz an der Theke noch heute frei gehalten – eine Statue des Schriftstellers steht dort.
Obispo No.557, Ecke Monserrate,
Habana Vieja
Havanna
Empedrado 207
Havanna
Das La Guarida ist ein besonderes Restaurant mit typisch kubanischem Charme, exzellentem Essen und fantastischen Cocktails. Der Blick vom Balkon in den angrenzenden Hof ist zauberhaft, der Besuch des Lokals unbedingt empfehlenswert. Man sollte aber auf jeden Fall vorher einen Tisch reservieren, da das Restaurant oft ausgebucht ist. Das La Guarida liegt in der Altstadt Havannas, hier wurde der Film „Erdbeeren & Schokolade“ gedreht. Das Essen hat im Vergleich zu üblichem kubanischem Essen einen gehobenen Standard, die Preise sind aber dementsprechend auch höher.
La Guarida
Centro Habana
Calle Concordia Nr. 418
Havanna
Das Ambos Mundos ist eigentlich ein Hotel, indem auch einst Ernest Hemingway einige Zeit seinen Hauptwohnsitz hatte. Über einen nostalgischen Aufzug gelangt man zu einer Dachterrasse, von der man die gesamte Altstadt überblicken kann. Abends wird meist Live-Musik geboten, essen und trinken ist zu angemessenen Preisen in guter Qualität möglich.
Ambos Mundos
Calle Obispo 153
Havanna
Dieses Restaurant findet man direkt neben der Floridita Bar. Live-Musik in geselligem kubanischem Ambiente, wunderbare Fisch- und Meeresfrüchte-Gerichte, sowie gute Cocktails in kubanischem Stil und Weine bietet das La Zaragozana. Ein Geheimtipp der Speisekarte ist die Paella. Die Preise sind der Qualität angemessen, für europäisches Verständnis aber nicht zu teuer.
La Zaragozana
Monserrate 352
Havanna